Artikel von Nikolas Lelle

Verbrannte Bücher liegen in der ausgebrannten Bücherbox in der Nähe des Mahnmals "Gleis 17"
Disko Der wachsende Widerwille, an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern

Gegen die regressive Erinnerungskritik

Die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen wird kritisiert, und zwar nicht nur seitens der AfD, sondern auch von Linken, die die »German guilt« als Hindernis ansehen, ihrem Israelhass zu frönen. Von mehr...
Fassadenmodelle und Adler mit verdecktem Hakenkreuz
dschungel In der Ausstellung »Macht, Raum, Gewalt« kommt die Perspektive der NS-Opfer zu kurz

Jenseits des Lichtdoms

Die Ausstellung »Macht, Raum, Gewalt« zeigt, dass die Dynamik des Planens und Bauens im Nationalsozialismus nicht zuletzt der Kriegsvorbereitung diente. Von mehr...
Holocaust Memorial Berlin
Disko Beim Gedenken an die nationalsozialistisch Verfolgten verbietet sich Opferkonkurrenz

Ungleiche Opfer

Anhand des NS-Arbeitsbegriffs und der Struktur von Auschwitz lassen sich die unterschiedlichen Verfolgungs- und Vernichtungsinteressen der Nazis analysieren. Disko Von mehr...
 Queer Pride Berlin-Neukölln
Inland Der Judenhass auf der Internationalistischen Queer Pride in Berlin-Neukölln

Queer Hate Parade

Auf der Internationalistischen Queer Pride in Berlin-Neukölln, die als eine Art alternativer Christopher Street Day fungieren soll, wurden Israel vor anderthalb Wochen Apartheid, Siedlerkolonialismus und Pinkwashing vorgeworfen. Von mehr...
Das Gemälde »Dolce far niente« von John William Godward, 1897
Disko Nichtarbeit ist die radikalste Opposition gegen das völkische Arbeitsideal

Samba si, Arbeit no

Die Nichtarbeit, nicht die Arbeit, ist der Horizont der Emanzipation. Müßiggang und Verweigerung sind radikale Gegenentwürfe zum völkischen Arbeitsideal. Disko Von mehr...
Ein Gemeindemitglied schmückt die Laubhütte für die Sukkot-XXL-Feier in Schwerin
Inland Die Festlichkeiten zu »1 700 Jahre jüdischem Leben in Deutschland«

Trotz alledem

Die Festlichkeiten zu »1 700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland« sollen den Alltag von Jüdinnen und Juden hierzulande bekannter machen, aber auch dem immer noch grassierenden Antisemitismus entgegenwirken. Doch das Interesse der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft ist gering. Von mehr...
Luna Wedler
Networld Das Instagram-Projekt »Ich bin Sophie Scholl«

Entlastung und Erinnerung

»Ich bin Sophie Scholl« erzählt auf Instagram die Geschichte der ­deutschen Widerstandskämpferin, über 900 000 Menschen folgen dem Account. An dem Projekt gibt es auch Kritik. Von mehr...
Novemberprogrome
Inland Einigen Politikern gilt der israelbezogene Antisemitismus als »importiert«

Ablenkung vom eigenen Antisemitismus

Nach den antiisraelischen Demonstrationen der vergangenen Wochen wird mal wieder über »importierten Antisemitismus« debattiert. Statt zur Bekämpfung des israelbezogenen Antisemitismus taugt dieser Begriff für die rechtspopulistische Stimmungsmache. Von mehr...
Small Talk
Hotspot Small Talk mit Julia Kopp von Rias Berlin über den Anstieg antisemitischer Vorfälle in Berlin

»Der Antisemitismus rückt näher an Jüdinnen und Juden heran«

Insgesamt 1004 antisemitische Vorfälle dokumentierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) Berlin im vergangenen Jahr alleine in der Bundeshauptstadt. Das ist ein Anstieg um über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Jungle World sprach mit Julia Kopp von Rias Berlin über die Bedeutung dieser Zahlen. Von mehr...
Small Talk
Hotspot Small Talk mit Katja Lucke über das Dokumentationszentrum Prora auf Rügen

»Ein steinerner Ausdruck der NS-Ideologie«

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns hat Mitte April dafür gestimmt, einen Teil des Gebäudekomplexes in Prora auf Rügen symbolisch zu kaufen und in den kommenden Jahren zusammen mit dem Bund mehrere Millionen Euro in die Sanierung zu investieren; zwischen 1936 und 1939 hatten die Nationalsozialisten auf der Ostseeinsel den »Koloss von Prora« gebaut, eine Anlage, in der unter der Leitung der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20000 »Volksgenossen« gleichzeitig Urlaub machen sollten. Die Zukunft des im Jahr 2000 eingerichteten Dokumentationszentrums ist durch die Investition gesichert: Bis 2026 soll ein erweitertes Bildungs- und Dokumentationszentrum entstehen. Die Jungle World sprach mit Katja Lucke, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Prora. Small Talk Von mehr...