Beiträge von Nikolas Lelle

Demonstration gegen die Gegner der sogenannten Wehrmachtsausstellung in München, 1997
2026/07 Disko Die Erinnerung an Nazi-Verbrechen muss verteidigt werden

Gegen die Schlussstriche

Vor dem Hintergrund des Erstarkens der AfD und des linken Antisemitismus wird allerorten das Scheitern der sogenannten Erinnerungskultur konstatiert. In ihr zeigen sich aber reale Fortschritte und hart erkämpfte Erfolge bei der Erinnerung an die Nazi-Verbrechen, die verteidigt werden müssen.
Eines der »antiimperialistischen« Zelte auf dem System Change Camp
2025/35 Inland Beim System Change Camp in Frankfurt am Main wurden jüdische Aktivisten angegriffen

Alle sind willkommen, mit einer Ausnahme

Das System Change Camp in Frankfurt am Main war stramm antiisraelisch ausgerichtet, Plakate, die israelische Geiseln zeigten, wurden immer wieder heruntergerissen. Dagegen demonstrierende Juden wurden angegriffen und als »Mörder« beschimpft.
Small Talk
2024/22 Small Talk Small Talk mit Rüdiger Mahlo von der Jewish Claims Conference über deren neues Projekt Survivor Speakers Bureau

»Holocaust-Relativierung ist immer ein Teil von Antisemitismus«

Es gibt immer weniger Holocaust-Überlebende, die von ihren Erfahrungen berichten können. Mit einem neuen Projekt will die Jewish Claims Conference solche Zeitzeugen vermitteln. Die Claims Conference setzt sich seit 1951 für Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Nationalsozialismus ein. Die »Jungle World« sprach mit ihrem Repräsentanten in Deutschland, Rüdiger Mahlo.
»Plakat von der Wand gerissen«. Die Ausstellungsräume der Gedenk- und Bildungsstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« am historischen Ort
2024/19 Small Talk Eike Stegen, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz, im Gespräch über die Beschädigung von Ausstellungsexponaten und israelbezogenen Antisemitismus

»Auf Plakaten wurden ein Davidstern und das Wort ›Israel‹ zerkratzt«

Vor einigen Tagen wurden Exponate einer Ausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« zerstört. Die »Jungle World« sprach mit Eike Stegen von der Gedenkstätte.
Ein Gemeindemitglied schmückt die Laubhütte für die Sukkot-XXL-Feier in Schwerin
2021/39 Inland Die Festlichkeiten zu »1 700 Jahre jüdischem Leben in Deutschland«

Trotz alledem

Die Festlichkeiten zu »1 700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland« sollen den Alltag von Jüdinnen und Juden hierzulande bekannter machen, aber auch dem immer noch grassierenden Antisemitismus entgegenwirken. Doch das Interesse der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft ist gering.
2021/17 Hotspot Small Talk mit Julia Kopp von Rias Berlin über den Anstieg antisemitischer Vorfälle in Berlin

»Der Antisemitismus rückt näher an Jüdinnen und Juden heran«

Insgesamt 1.004 antisemitische Vorfälle dokumentierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) Berlin im vergangenen Jahr alleine in der Bundeshauptstadt. Das ist ein Anstieg um über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Jungle World sprach mit Julia Kopp von Rias Berlin über die Bedeutung dieser Zahlen.
2021/16 Hotspot Small Talk mit Katja Lucke über das Dokumentationszentrum Prora auf Rügen

»Ein steinerner Ausdruck der NS-Ideologie«

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns hat Mitte April dafür gestimmt, einen Teil des Gebäudekomplexes in Prora auf Rügen symbolisch zu kaufen und in den kommenden Jahren zusammen mit dem Bund mehrere Millionen Euro in die Sanierung zu investieren; zwischen 1936 und 1939 hatten die Nationalsozialisten auf der Ostseeinsel den »Koloss von Prora« gebaut, eine Anlage, in der unter der Leitung der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20000 »Volksgenossen« gleichzeitig Urlaub machen sollten. Die Zukunft des im Jahr 2000 eingerichteten Dokumentationszentrums ist durch die Investition gesichert: Bis 2026 soll ein erweitertes Bildungs- und Dokumentationszentrum entstehen. Die Jungle World sprach mit Katja Lucke, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Prora.