Artikel über Marxismus

Container mit Aufschrift "Degrowth"
dschungel Eine Kritik an Kohei Saitos Konzept des Degrowth-Kommunismus

Marxistische Schrumpfkur

Dritter Weg, Commons, Empowerment: Kohei Saito wirbt in seinem Buch »Systemsturz« für einen Degrowth-Kommunismus und beruft sich dabei auf Marx. Das Prinzip des Kommunismus, über eine ­Aneignung der Produktionsmittel das gesellschaftliche Verhältnis des Werts aufzuheben, berücksichtigt er allerdings gar nicht. Von mehr...
Kohei Saito
Interview Kohei Saito, Philosoph, im Gespräch über Degrowth-Kommunismus

»Ich bin kein naiver Technooptimist«

Der japanische Philosoph Kohei Saito analysiert in seinem Buch »Systemsturz« die Verflechtung von Kapital, Natur und Gesellschaft im Anthropozän anhand unveröffentlichter Notizen von Karl Marx. Ein Gespräch über Wirtschaftswachstum, Greenwashing und Radikalisierung. Interview Von mehr...
Thomas Kuczynski zu Hause, vor einem riesigen Bücherregal
dschungel Nachruf auf den Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski

Der Belesene

Eine Erinnerung an den Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski, der im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Von mehr...
Szene aus Guiseppe De Santis’ »Bitterer Reis« (1949) mit Silvana Mangano
dschungel Antonio Gramsci und seine Überlegungen zur politischen Rolle der Landarbeiter im Süden Italiens

Blick zurück nach Süden

In den Post-Colonial Studies ist der Begriff der Subalternen beliebt. Antonio Gramsci hat ihn in seinem berühmten Aufsatz über »Einige Gesichtspunkte der Südfrage« 1926 geprägt. Ein Band mit Erst- und Neuübersetzungen versammelt die Texte des kommunistischen italienischen Theoretikers, die sich mit der politischen Rolle der Landarbeiter vor allem Süditaliens beschäftigen. Von mehr...
Max Horkheimer (r.) auf dem Begräbnis von Theodor W. Adorno
dschungel Auszug aus dem Buch des Philosophen Gerhard Schweppenhäuser

Zur Aktualität von Max Horkheimer

Pünktlich zum 50. Todestag von Max Horkheimer am 7. Juli hat der Philosoph Gerhard Schweppenhäuser eine »Einleitung in sein Werk« vorgelegt: »Zur Aktualität von Max Horkheimer« gibt einen Überblick über dessen Sozialphilosophie, die sich an den Begriffen Geschichte, Gesellschaft und Vernunft orientiert. In der hier veröffentlichten Einleitung werden die marxistischen Diskussionen zur Zeit der Gründung des Instituts für Sozialforschung erörtert, das Horkheimer später leitete, und seine »Interventionen ­radikalen Denkens« angerissen. Von mehr...
Perry Anderson mit Mikrofon
dschungel Zur Neuauflage von Perry Andersons »Über den westlichen Marxismus«

Von allen guten Massen verlassen

In seinem 1976 erschienenen Buch »Considerations on Western Marxism« warf der britische Historiker Perry Anderson unter anderem den Vertretern der Frankfurter Schule vor, den Klassenkampf vernachlässigt zu haben. Der westliche Marxismus sei durch die Trennung von der politischen Praxis geprägt. Die deutsche Fassung seines einflussreichen Buchs ist jetzt in einer Neuauflage erschienen. Von mehr...
Zerstörung eines Webstuhls (1812)
dschungel Kritik an Gavin Muellers Manifest »Maschinenstürmer«

Weberaufstand der Kulturwissenschaft

Gavin Mueller propagiert in seinem Buch »Maschinenstürmer. Autonomie und Sabotage« den Aufstand gegen die »Tech-Bourgeoisie«. Leider mündet seine Kritik in Sektiererei. Von mehr...
Karl Korsch
dschungel 1923 erschien Karl Korschs Schrift »Marxismus und Philosophie«

Als der Marxismus westlich wurde

Vor 100 Jahren wurde Karl Korschs für den westlichen Marxismus grundlegende Schrift erstmals veröffentlicht. Von mehr...
Die Anhänger der Kulturrevolution schwenken 1967 auf dem Tian’anmen-Platz in Peking die Worte des Großen Vorsitzenden
dschungel Julia Lovells Buch über den Maoismus dreht sich um die weltweite Verbreitung der Ideologie

Mao, der Manipulator

Julia Lovell hat eine monumentale Studie über die Weltgeschichte des Maoismus vorgelegt. Sie erzählt von der Entstehung einer Lehre, die mit ihrer maßlosen Anbetung von Willenskraft und Gewalt nicht nur China prägte, sondern auf der ganzen Welt auf Begeisterung stieß: beim Jetset wie im Urwald. Von mehr...
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ersten Marxistischen Arbeitswoche auf einer Wiese in Thüringen
dschungel Dirk Braunstein, Archivleiter des Frankfurter Instituts für ­Sozialforschung, im Gespräch über die Erste Marxistische Arbeits­woche, die vor 100 Jahren stattfand

»Vielleicht kam nichts dabei herum außer einem schönen Gruppenfoto«

Im Mai 1923 trafen sich in Thüringen eine Reihe Kommunistinnen und Kommunisten, darunter Georg Lukács und Karl Korsch, um die Marxistische Arbeitswoche abzuhalten. Zum 100. Jahrestag der Konferenz wird in Frankfurt am Main eine Veranstaltung in Anlehnung an sie stattfinden. Der Philosoph und Archivar Dirk Braunstein spricht im Interview mit der »Jungle World« über die Romantisierung der Arbeitswoche, das fehlende Archivmaterial über sie und den Unterschied zwischen Kritischer Theorie und dem westlichen Marxismus. Interview Von mehr...
Transgender
dschungel Tove Soiland und ihr Buch über »Sexuelle Differenz«

Das neue Geschlechterregime

2003 löste Tove Soiland den sogenannten Gender-Streit aus, nun sind einige ihrer Texte in einem Sammelband erschienen. Ausgehend von Jaques Lacan und Luce Irigaray kritisiert sie darin das Geschlechterverhältnis, ohne bei Fragen nach Repräsentation stehenzubleiben. Von mehr...
Gáspár Miklós Tamás (am Tisch sitzend) in ­Ungarn, 1987
Hintergrund Der ungarische Philosoph Gáspár Miklós Tamás

Ein Leben gegen den Autoritarismus

Der ungarische Philosoph Gáspár Miklós Tamás war linker Dissident im Realsozialismus, liberaler Politiker nach dessen Kollaps und schließlich ein radikaler Kritiker von Kapital, Nation und des »postfaschistischen« Autoritarismus. Am 23. Januar starb er in Budapest. Essay Von mehr...
Horkheimer, Adorno, Habermas
Geschichte Auf der Adriainsel trafen sich ab den Sechzigern Ostblock-Dissidenten und Vertreter der Kritischen Theorie

Ferien auf Korčula

Texte der Kritischen Theorie wurden von linken Dissident:innen des Ostblocks stark rezipiert und Intellektuelle beider Seiten standen miteinander in regem Austausch. So trafen sie sich mehrere Jahre hintereinander auf der jugoslawischen Insel Korčula und bemühten sich in ihrer Sommerschule um eine Relektüre von Marx. Von mehr...
Andrei S. Markovits
dschungel Auszug aus der Autobiographie »Der Pass mein Zuhause. Aufgefangen in Wurzellosigkeit«

Vom Segen der Wurzellosigkeit

In Rumänien geboren, in Wien zur Schule gegangen, in New York City studiert: Der US-amerikanische Soziologe und Politikwissenschaftler Andrei S. Markovits erzählt von den Orten, Sprachen und Forschungen, die seine Biographie geprägt haben, und den Vorzügen des Kosmopolitismus. Warum Marx den Nationalismus unterschätzt hat, die Hunderettung die Welt ein bisschen besser macht und er nicht gern gefragt wird, wo er herkommt, berichtet er im folgenden Auszug aus seiner Autobiographie »Der Pass mein Zuhause. Aufgefangen in der Wurzellosigkeit«. Imprint Von mehr...
Grüne Zahlen auf schwarzem Hintergrund
dschungel Vivek Chibber versteigt sich in seinem neuen Buch »The Class Matrix«

Was die Massen wollen

Vivek Chibbers marxistische Kritik an postkolonialer Theorie war lesenswert, nun legt er mit seiner Kritik am »cultural turn« nach – die mit viel Geraune daherkommt. Von mehr...