Beiträge zu Sowjetunion

Logo der UdSSR auf einer roten Fahne
2026/25 Interview Mikhail Akhmetev, Historiker, im Gespräch über die »Bürger der UdSSR«

Jungle+ Artikel »Ein kommerzielles Unternehmen«

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR, gehört seit bald 35 Jahren der Vergangenheit an. Trotzdem gibt es in Russland nach wie vor Menschen, die sich als »Bürger der UdSSR« bezeichnen. Im Gespräch mit der »Jungle World« erklärt der Moskauer Experte für Gesetzgebung und Praxis des russischen Staats in Sachen »Anti­extremis­mus«, Mikhail Akhmetev, was es mit diesem Phäno­­men auf sich hat.
Eisenstein betrachtet einen Filmstreifen
2026/12 dschungel Interview mit der russischen Autorin Gusel Jachina

»Eisenstein wollte wissen, wie man das Publikum beherrscht«

Revolutionär, Nonkonformist, Regisseur: Sergej Eisenstein ist bis heute eine bewunderte und umstrittene Figur nicht nur in Russland, seine Propagandafilme wie »Panzerkreuzer Potemkin« und »Oktober« gelten als Meilensteine des Kinos. Die Schriftstellerin Gusel Jachina hat nun mit »Eisen« eine literarische Biographie über Eisenstein vorgelegt. Im Gespräch mit der »Jungle World« erzählt sie über den Einfluss des Filmemachers auf sie, sein Unterlaufen der sowjetischen Doktrin und die Schwierigkeit, eine Mischung aus Sachbuch und Roman zu schreiben.
Roy und Schores Medwedjew
2026/11 Geschichte Anti-Stalinist Roy Medwedjew

Der letzte Leninist

In Dutzenden Büchern und Hunderten Essays rechnete der im Februar verstorbene Historiker Roy Medwedjew (1925–2026) mit Stalins Verbrechen ab – und blieb dabei ein Verteidiger des Leninismus. Nach dem Ende der Sowjetunion lobte er Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine und verteidigte den belarussischen Diktator Aleksandr Lukaschenko.
Prostituierte im Hamburger Gängeviertel, ca. zwanziger Jahre
2025/34 dschungel Kein Bock auf Moskau – die Kommunistin Ketty Guttmann setzte sich für Prostituierte ein, statt der Partei nach dem Mund zu reden

Widerständig und widersprüchlich

Mit ihrer Zeitschrift »Der Pranger« versuchte Ketty Guttmann im Hamburg des frühen 20. Jahrhunderts, die Prostituierten zu organisieren. Später galt sie als radikale Kritikerin der sowjetischen Zustände. Nun ist eine Biographie der fast vergessenen Feministin und Kommunistin erschienen.
Kundgebung mit israelischer und ukrainischer Fahne
2025/33 dschungel Wie Ukraine-Krieg und 7. Oktober sich auf Juden in Deutschland auswirken

Jungle+ Artikel Zwischen Hammer und Amboss

Die vom Tikvah-Institut herausgegebene Interviewstudie »Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland« führt in die Situation russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland ein. Im Vordergrund steht dabei, welche Erfahrungen sie im Land der Täter im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine, dem Terror gegen Israel und mit Antisemitismus gemacht haben. Der hier veröffentlichte Auszug aus der im Verlag Nomos erschienenen Studie beschäftigt sich mit dem Antisemitismus in den Herkunftsgesellschaften.