In Sachsen-Anhalt könnte die AfD bei der Landtagswahl eine absolute Mehrheit der Mandate erringen. Die »Jungle World« hat sich die Stimmung in verschiedenen Ecken des Bundeslands angeschaut.
Die AfD macht Angst: Mit Krisenrhetorik hält sie ihre Wähler:innen in Alarmbereitschaft und schüchtert zugleich Gegner:innen und Minderheiten ein. Im Wahlkampf auf Social Media zeigt sich besonders deutlich, wie die Partei mit Angstlust Propaganda betreibt.
In Sachsen-Anhalt haben es Menschen, die sich in soziokulturellen Projekten engagieren, schwer. Sie versuchen, gegen den rechtsextremen Ungeist, der in dem Bundesland herrscht, halbwegs zivilisierte Verhältnisse aufrechtzuerhalten, doch diese Arbeit wird nicht genug gewürdigt. Die »Jungle World« hat mit einigen dieser Menschen gesprochen.
Das Programm der AfD ist extrem unternehmerfreundlich und marktliberal. Würde sie regieren, würden davon hauptsächlich die Reichen profitieren. Dennoch ist unter Arbeiter:innen, vor allem im Osten, die Zustimmung zu den Rechtsextremen hoch.
Die AfD erklärt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum ersten Schritt ihrer Machtübernahme in Deutschland. Ihre Mischung aus Gute-Laune-Wahlkampf und völkischen und antifeministischen Inhalten kommt im Land gut an.
Das Programm der AfD widerspricht Interessen und Lebenspraxis derer, die ihr die Stimme geben. Der Erfolg der Partei rührt daher, dass sie als Vehikel von unbearbeiteten Kollektivphantasmen dient.
Alice Weidel hat ihren Einfluss in der AfD zuletzt deutlich ausgebaut. In Nordrhein-Westfalen verlässt sie sich dabei auf Politiker aus dem völkischen Lager.
Den Umfragen der vergangenen Monate zufolge dürfte die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September erstmals stärkste Kraft werden. Selbst wenn sie keine absolute Mehrheit erzielt, wird eine Regierungsbildung ohne sie schwierig werden – nötig wäre eine Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei. Die »Jungle World« sprach mit Eva von Angern, der Spitzenkandidatin der Linkspartei, über die Angst vor einer AfD-Regierung, die Schwierigkeit einer Koalition mit der CDU und DDR-Nostalgie in den eigenen Reihen.
Rechtslibertäre trafen sich auf einem Festival in Sachsen-Anhalt. Derzeit formieren sich deren verschiedene Fraktionen zu einer gemeinsamen politischen Strömung. Ihr Ziel ist die Errichtung ultrakapitalistischer Verhältnisse.
Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, pflegt das Image eines idealen Schwiegersohns, obgleich der Landesverband dem äußersten rechten Rand der Partei zugeordnet wird. Die Wahlkampfstrategie der Rechtsextremen funktioniert: In den Umfragen zur Landtagswahl am 6. September liegen sie vorn.
In Städten wie Köthen in Sachsen-Anhalt ist der Christopher Street Day ein Protest gegen die politische und gesellschaftliche Verschiebung nach rechts. Auch mit Behörden, die dem Begehen des CSD Steine in den Weg legen, hat man hier schon Erfahrungen gesammelt, die bald vielerorts nützlich zu werden drohen.
Die AfD führt in den Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Sollte sie bei der Wahl im September eine absolute Mehrheit gewinnen, könnte das weitreichende Folgen haben. Ein Blick in das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt.
Das BSW setzt seine Talfahrt fort. Vorläufiger Tiefpunkt ist der Rausschmiss aus der Regierungskoalition in Brandenburg. Zuvor haben hochrangige Funktionsträger Partei und Fraktion verlassen. Die Übriggebliebenen wittern Verrat und sogar einen Putsch.
In Sachsen-Anhalt verschwimmen die Grenzen zwischen der AfD und der klassischen Neonazi-Szene. Bei der Landtagswahl im kommenden Jahr könnte die Partei mit Abstand stärkste Kraft zu werden.