Die deutsch-israelische Architektin Myra Warhaftig erforschte jahrzehntelang Bauten und Biographien jüdischer Architektinnen und Architekten, die im Nationalsozialismus verfolgt worden waren. Seit ihrem Tod 2008 hält die »Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten« die Erinnerung an Warhaftigs Arbeit wach.
Nur noch drei Orte in Deutschland konkurrieren um die Ausrichtung Olympischer Spiele im nächsten oder übernächsten Jahrzehnt. Die Argumente der Olympia-Befürworter überzeugen kaum – insbesondere wenn man auf die Spiele in Paris 2024 zurückblickt.
Die Berliner S-Bahn hat einen neuen Geschäftsführer, der verstärkt Obdachlose aus der Bahn werfen lässt. Er unterstellt ihnen mangelndes Beförderungsinteresse.
Adam und Eva treffen sich nicht im Paradies, sondern im Prenzlauer Berg in Berlin: Der Künstler und die Schriftstellerin gehen eine wilde Affäre ein, die für Eva bald zermürbend wird … Ruth Herzberg fragt in ihrem Roman »Frequenzen« nicht nur, was Kunst, sondern auch, was Liebe ist – und ab wann sie es nicht mehr ist.
In Berlin sorgten Graffiti mit antisemitischen Mordaufrufen für Entsetzen. Rund 300 Personen zeigten daraufhin ihre Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde.
Im Berliner Nordosten lebt der Untergrund: Hier sind um das Aufnahmestudio ADK in den vergangenen Jahren eine Reihe von Bands entstanden, unter anderem Schimmel über Berlin. Deren aktuelles Album »Eisenmund«, dessen Sound die düsteren Achtziger aufleben lässt, changiert zwischen surrealem Traum und totaler Abgebrühtheit.
Die sogenannte Fördergeldaffäre in Berlin hat ihren bisherigen unrühmlichen Höhepunkt erreicht: mit dem Rücktritt der Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson und einer kompletten Blamage der verstrickten CDU-Politiker.
Wie kann heutzutage, angesichts von Kulturkämpfen hinsichtlich der Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Trans-Menschen, eine emanzipatorische Geschlechterpolitik aussehen? Klaus Lederer wirft in seinem Buch »Queerpolitik im Handgemenge« einen Blick nach vorne, aber auch einen zurück – und zwar auf seine Jugend in der ausgehenden DDR und damit auch auf sein Coming-out.
Bettina Köster ist tot. Als Texterin und Sängerin der Westberliner Band Malaria! prägte sie den Underground der Mauerstadt wie kaum jemand anderes. Wer wie über sie dachte, war ihr dabei immer egal.
In Kaiserslautern brannten Kälte-Iglus, in Berlin Busse der Kältehilfe. Hinter den Taten werden jeweils Wohnungslose vermutet. Die Fälle zeugen nicht nur von einer besonders prekären Lage, sondern zudem vom Versagen der Städte. Eine Kolumne über Wohnungs- und Obdachlosigkeit.
Das Schwule Museum Berlin gründete sich 1985. Zum 40jährigen Jubiläum des Hauses läuft nun eine Ausstellung über die Anfänge des Museums und seines Selbstverständnisses – was auch Fragen nach Sinn und Notwendigkeit von schwuler Repräsentation damals wie heute aufwirft.