Beiträge zu Antisemitismus

 Rechtsextreme Demonstration in Lyon in Gedenken an Quentin Deranque
2026/09 Ausland Bei einer Auseinandersetzung verletzten Antifaschisten in Frankreich den Rechtsextremen Quentin Deranque tödlich

Rechtsextremes Märtyrerspektakel

Bei einer Auseinandersetzung verletzten Antifaschisten in Lyon den 23jährigen Quentin Deranque tödlich. Mittlerweile ist klar, dass er ein Rechtsextremer war, der für »weiße Selbstverteidigung« trainierte.
Ron Dekel
2026/09 Small Talk Ron Dekel, Präsident der Jüdischen Studierendenunion, im Gespräch über Anti­semitis­mus in den sozialen Medien

»Wer glaubt, Antisemitismus werde einfach verschwinden, irrt«

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten hat in den sozialen Medien eine Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen ausgelöst. Schon zuvor waren die jüdische Herkunft von Jeffrey Epstein und seine Kontakte zu jüdischen Persönlichkeiten immer wieder besonders hervorgehoben worden. Die »Jungle World« sprach mit Ron Dekel, dem Präsidenten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), über antisemitische Dynamiken.
Demonstration gegen die Gegner der sogenannten Wehrmachtsausstellung in München, 1997
2026/07 Disko Die Erinnerung an Nazi-Verbrechen muss verteidigt werden

Gegen die Schlussstriche

Vor dem Hintergrund des Erstarkens der AfD und des linken Antisemitismus wird allerorten das Scheitern der sogenannten Erinnerungskultur konstatiert. In ihr zeigen sich aber reale Fortschritte und hart erkämpfte Erfolge bei der Erinnerung an die Nazi-Verbrechen, die verteidigt werden müssen.
Flagge der Islamischen Republik Iran, 7. Februar
2026/07 Inland Die israelfeindliche Szene streitet über ihre Haltung zum Iran

Von al-Quds bis Teheran

Anders als oft angenommen schweigt die antizionistische Linke nicht zu den derzeitigen Protesten im Iran. Eine einheitliche Position vertritt sie allerdings nicht. Im Gegenteil, das Thema führt bereits zu Konflikten, auch wenn keine Gruppe sich zur bedingungslosen Solidarität mit den Iranerinnen und Iranern bekennt.
Nora Bussigny spricht in ein Mikro
2026/06 Small Talk Nora Bussigny, französische Journalistin, im Gespräch über ihre Recherchen im »propalästinensischen« Milieu

»Man hört nur die Betroffenen, die ins Narrativ passen«

Die Französin Nora Bussigny ist investigative Journalistin. Nach einer längeren Recherche zu sogenannten woken Milieus beobachtete und dokumentierte sie seit dem 7. Oktober zahlreiche »propalästinensische« Proteste. Seit mehreren Wochen stehen ihre öffentlichen Auftritte unter Polizeischutz, ihr Buch »Les Nouveaux Antisémites« (Die neuen Antisemiten) erregt Aufsehen. Die »Jungle World« sprach mit Bussigny über anti­zionistische Netzwerke und linke Milieus in Frankreich.
Bundesarbeitsgemeinschaft »Migrantische Linke/Links*Kanax«
2026/06 Inland Eine migrantische Gruppe in der Linkspartei will Zionisten ausschließen

Kein Gott, kein Vaterland, keine »Community«

Anfang Januar gründete sich in der Linkspartei die Bundes­arbeitsgemeinschaft Migrantische Linke/Links*Kanax und fasste sogleich einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegen die antisemitismuskritische BAG Shalom. Der Beschluss ist Ausdruck eines autoritären Verständnisses von »Community«: Wer kein Antizionist ist, gehört nicht dazu.
Das brennende Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München am 13. Februar 1970
2026/06 Inland Nach 56 Jahren scheint der Täter identifiziert zu sein, der in München sieben Juden ermordete

Der Strafe entkommen

Seit 56 Jahren ist der Brandanschlag auf das Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München mit sieben Toten unaufgeklärt. Nun vermutet die Staatsanwaltschaft, ein 2020 verstorbener Neonazi sei der Täter gewesen. Das wirft weitere Fragen auf.
Demonstrierende mit Fahne der antizionistischen "Jüdischen Stimme" und Transpi, das ein Opfer des Gazakriegs mit Anne Frank gleichsetzt
2026/05 Interview Juliane Nagel (Links­partei) im Gespräch über Demonstranten in Leipzig-Connewitz

Jungle+ Artikel »Es ging um ein Fanal«

Am 17. Januar fand im Leipziger Stadtteil Connewitz eine Demonstration statt, die sich gegen israelsolidarische Personen und Projekte richtete und von einem Bündnis aus antizionistischen Gruppen wie Handala und Lotta Antifascista unter dem Motto »Antifa means: Free Palestine« angemeldet worden war. Eines der Ziele war die Landtagsabgeordnete der Linkspartei, Juliane Nagel, die in Connewitz das Wahlkreisbüro »Linxxnet« betreibt. Die »Jungle World« sprach mit ihr über die Vorgeschichte der Demonstration und ihre Bewertung sowie die Nachwirkungen.
Beim Terrorangriff der Hamas auf das Musikfestival in Israel am 7. Oktober 2023 verlorene Schuhe
2026/04 dschungel Wie die Kritische Theorie den Antisemitismus ausblendet

Jungle+ Artikel Der neue Unwille zu trauern

Was Adorno als Schuldabwehrantisemitismus in postnazistischen Gesellschaften umschrieb, scheint sich angesichts der einseitigen »Kontextualisierungen« des 7. Oktober, der Täter-Opfer-Umkehr und der blanken Verleugnung der Aggression gegen Israel zu wiederholen. Über Kritische Theorie und Antisemitismus nach dem 7. Oktober.