Beiträge zu Antiamerikanismus

Petrischale
2026/05 dschungel Avital Ronells Buch »America: The Troubled Continent of Thought«

Jungle+ Artikel Faszinierendes Schreckgespenst

Für Martin Heidegger waren sie gottlos, für Jacques Derrida das akademische Sprungbrett: Wie die Vereinigten Staaten von Amerika zum Austragungsort theoretischer Kämpfe dies- und jenseits des Atlantik wurden, hat Avital Ronell für ihr Bändchen »America« aufgeschrieben.
Großdemo, im Vordergrund eion Transpi "Klein Blut für Öl! IGM-Bildungsstätte Lohr am Main", im Hintergrund weitere Transpis und Plakate
2026/05 Disko Donald Trumps Außenpolitik trifft transatlantisch orientierte Linke ins Mark

Jungle+ Artikel Transatlantische Geduldsprobe

Das Gebaren der US-Regierung unter Donald Trump sowohl in der internationalen Politik als auch in der Innenpolitik lässt sich immer schwerer von dem jener Autokraten unterscheiden, die die emanzipa­torische Linke stets scharf kritisiert hat. Mit der US-Intervention in Venezuela ist der Punkt erreicht, an dem die transatlantisch orientierte Linke ihre Grundsätze neu gewichten muss. Auftakt zu einer neuen »Disko«-Reihe.
Bleistiftzeichnung eines Gerichtszeichners der RAF-Angeklagten in Stuttgart-Stammheim
2025/48 Hintergrund Die »Erklärung zur Sache« der RAF und ihre literarische Verarbeitung

Jungle+ Artikel In Sachen RAF-Nostalgie

Anfang 1976 gaben Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Stammheimer RAF-Prozess eine ausführliche »Erklärung zur Sache« ab. Darin benannten sie speziell das US-Monopolkapital als Feind der Menschheit: Es habe 1945 das deutsche Proletariat »kolonisiert«, aber seine Weltherrschaft könne jetzt durch die Guerilla ins Wanken gebracht werden. Knapp 50 Jahre später macht sich die Autorin Stephanie Bart 2023 den Text in ihrem Roman »Erzählung zur Sache« zu eigen und aktualisiert ihn.
Antiamerikanismus an der Macht: Trump im Weißen Haus
2025/16 Thema Deutsche Großmachtphantasien haben derzeit keine Konjunktur

Deutsche Großmäuligkeit

Noch nie war der deutsche Antiamerikanismus so leise wie derzeit, wo er in den USA ins Weiße Haus eingezogen ist. Das Machtvakuum, das der US-amerikanische Iso­lationismus hinterlässt, müsste deutsche Großmacht­sehnsüchte eigentlich befeuern, doch stattdessen ist ängstliches Zögern zu beobachten.
Studenten kosten die seltene Gelegenheit aus, auf der Straße zu protestieren. Demonstration vor der US-Botschaft in Peking, 8. Mai 1999
2024/21 Geschichte Die antiamerikanischen Proteste in China vor 25 Jahren, nachdem Nato-Bomben die chinesische Botschaft in Belgrad trafen

Jungle+ Artikel Die Geburt eines neuen Nationalismus

Als im Mai 1999 Bomben der Nato die chinesische Botschaft in Belgrad trafen, löste das in China heftige gegen die USA gerichtete Proteste aus. Diese wurden von der Regierung befördert, boten den Teilnehmern aber auch die seltene Möglichkeit, öffentlich zu protestieren. Es zeigte sich, dass im Kontext von Chinas vollständiger Integration in den Weltmarkt der antiwestliche Nationalismus erstarkt war.
Schild in schwarz-rot-gold mit dem Spruch »Weg mit diesem US-BRD-Regime«, dahinter auf einer Bühne Chrupalla bei einer Rede
2023/30 Thema Auf dem Partei­tag in Magdeburg will die AfD ihr Programm für den Europawahlkampf 2024 verabschieden

Unter dem grünen Filz die grünen Dollar

Die AfD versammelt sich in Magdeburg, um ihre europapolitische Ausrichtung festzulegen. Die Partei lehnt die EU ab und träumt von einer Neugründung der Staatenunion unter nationalistischen Vorzeichen, um sich in einer »multipolaren« Weltordnung vom Einfluss der USA zu befreien.