Beiträge zu Spanien

Francesca Fusaro
2026/35 Interview Francesca Fusaro, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation No Name Kitchen, im Gespräch über die Lage in Ceuta

»Vom Essen bleibt nie etwas übrig«

Vor ungefähr vier Wochen kamen in wenigen Tagen Tausende Menschen in der spanischen Exklave Ceuta an. Von den Verbliebenen befinden sich nun viele in einer Notlage, für die sich der spanische Staat nicht zuständig fühlt. Francesca Fusaro von der Hilfsorganisation No Name Kitchen (NNK) berichtet im Gespräch mit der »Jungle World« von sexueller Gewalt gegen Frauen und von Minderjährigen, die auf der Straße leben.
Die spanische Exklave Ceuta aus der Luft
2026/34 Ausland Politische Debatte in Spanien um Migranten in Ceuta

Kampf um die Fakten

70.000 Menschen hatten Ende Juli versucht, von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. In den sozialen Medien kursierten in der vergangenen Woche Aufrufe, das zu wiederholen, doch das Wochenende in Ceuta blieb ruhig. Über die Interpretation der Ereignisse ist in Spanien ein Streit entbrannt, den Rechtsextreme für sich nutzen.
Ceuta Migranten
2026/32 Ausland Was war der Auslöser für den Andrang in Ceuta?

Jungle+ Artikel Machtspiel mit Menschenleben

Was genau dazu geführt hat, dass mehrere Zehntausend Menschen von Marokko aus die spanische Enklave Ceuta erreichten, ist unklar. Ein Urteil eines spanischen Gerichts wird ebenso dafür verantwortlich gemacht wie geopolitische Interessen der marokkanischen Regierung. Eine russische Propagandakampagne versuchte, die Bilder aus Ceuta für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Die Falange und andere Rechtsextreme zeigen Faschistengrüße
2026/20 Ausland Die spanische Regierung legalisiert den Aufenthaltsstatus Hunderttausender Migranten

Die große Legalisierung

Per Dekret ermöglicht die spanische Regierung, dass bis zu 500.000 Menschen einen legalen Aufenthaltsstatus erhalten können. Wirtschaftsverbände und linke Parteien begrüßen den Beschluss, Konservative und Rechtsextreme hingegen sprechen sich immer schärfer dagegen aus.
Die Nachkommen von Madre Carmela rund um ihren Enkel Ángel González López (2. v. r.)
2026/02 Ausland Beim Gedenken an ­die in Spanien unter Franco ermordeten Gewerkschafter:innen

Jungle+ Artikel 89 Jahre im Massengrab

In der Schlucht Barranco de Víznar werden die sterblichen Überreste von Opfern der franquistischen Repression exhumiert und identifiziert. Eine Gedenkveranstaltung für vier ermordete Anarchistinnen und Gewerkschafter zeigt, wie spät Spanien die Verbrechen von 1936 aufarbeitet und dass der Kampf um Erinnerung und Anerkennung anhält.
Behelfsunterkünfte
2025/47 Thema Nachfahren von exilierten Franco-Gegnern beantragen die spanische Staatsbürgerschaft

Vom Exil bis zum Mond

Fast eine halbe Million Spanier:innen floh nach dem Fall Kataloniens im Winter 1938/1939 im Bürgerkrieg gegen die Faschisten nach Frankreich. Weitere bedeutende Exilländer waren Mexiko, die USA, Chile und Argentinien. Erst 2007 begann die spanische Regierung damit, den Exilierten und ihren Nachfahren rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, die spanische Staatsbürgerschaft zu beantragen.
S-W-Foto von einem alten Franco, salutierend
2025/47 Thema Antonina Rodrigo García, spanische Exilforscherin, im Gespräch über das Ende des spanischen Diktators

»Franco starb einen verdientermaßen leidvollen Tod«

Im französischen Exil warteten Mitte der Siebziger mehr als 220.000 republikanische Widerstandskämpfer:innen, Funktionär:innen, Politiker:innen und Intellektuelle sehnlichst auf die Nachricht vom Ableben Francisco Francos. Antonina Rodrigo García war eine von ihnen. Mit ihr sprach die »Jungle World« anlässlich des 50. Jahrestags vom Tod des spanischen Diktators.