Beiträge zu Berlin

Neubau im Rollbergviertel, für den Altbauten weichen mussten
2025/46 dschungel In ihrem neuen Buch erzählt Güner Yasemin Balci über ihr Leben als Kind türkischstämmiger Eltern in Berlin-Neukölln

Jungle+ Artikel Heimatland

Heimatland, das ist für Güner Yasemin Balci »Hermannplatz«, »Hasenheide«, »Ofenwärme«. Die Journalistin und Integrations­beauftrage des Berliner Bezirks Neukölln wuchs dort als Kind ­sogenannter Gastarbeiter aus der Türkei auf. In ihrem neuen Buch »Heimatland« erzählt sie über ihre Kindheit und Jugend in der ­Rollbergsiedlung, einem Neubauviertel – und geht dabei auf den immer stärker werdenden reaktionären Islam im Kiez sowie auf die Träume und Hoffnungen ihrer Eltern ein.
Zerstörte Fensterscheibe
2025/44 Small Talk Bastian Finke vom schwulen Antigewaltprojekt Maneo im Gespräch über gehäufte Sachbeschädigungen

»Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen«

Die Räumlichkeiten des LGBT-Vereins Mann-O-Meter in Berlin-Schöneberg wurden binnen weniger Wochen viermal zum Ziel von Vandalismus. Dort befinden sich eine Beratungsstelle und das schwule Antigewaltprojekt des Vereins, Maneo. Zuletzt wurde am Montag vergangener Woche die Tür mit einem Pflasterstein beschädigt. Die »Jungle World« sprach mit Bastian Finke, Leiter von Maneo über die Angriffe und darüber, wie es nun weitergeht.
Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain, im Hintergrund der Edge East Side Tower
2025/43 Small Talk Timo Steinke, Bündnis Berlin gegen Gentrifizierung, im Gespräch über umstrittene Bauprojekte in der Bundeshauptstadt

»Es hilft nur öffentlicher Protest«

Am 11. Oktober demonstrierten in Berlin-Friedrichshain in der Nähe des S-Bahnhofs Warschauer Straße gut 200 Menschen gegen den Bau mehrerer Hochhäuser in dem Kiez, der vor allem für die dort angesiedelten Clubs bekannt ist. Die »Jungle World« sprach mit Timo Steinke, dem Sprecher des Bündnisses Berlin gegen Gentrifizierung, das den Protest mitorganisierte.
Zentrum der Hufeisensiedlung in Berlin-Britz
2025/42 Geschichte Vor 100 Jahren begann in Berlin der Bau der Hufeisensiedlung

Licht, Luft und Sonne für alle

Vor 100 Jahren begannen gemeinwirtschaftliche Bauunternehmen in Berlin mit dem Bau großer Wohnkomplexe, um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Viele dieser kommunalen Bauten wurden in den neunziger Jahren privatisiert, darunter auch die Hufeisensiedlung im Neuköllner Ortsteil Britz.
Gad Beck (r.) auf dem Christopher Street Day
2025/42 Inland Ein Hausprojekt sagte einen Film über eine jüdische Widerstandsgruppe ab, denn diese sei zionistisch

Jüdischer Widerstand unerwünscht

Ein linkes Hausprojekt in Berlin sagte die Vorführung eines Films über jüdischen Widerstand in der Nazi-Zeit im letzten Moment ab. Der Grund war die »zionistische Ausrichtung« der Widerstandsgruppe um Gad Beck.
Student:innen der Folkwang-Universität am 7. Oktober in Münster
2025/42 Inland In mehreren deutschen Städten wurde das Hamas-Massaker gefeiert

Jungle+ Artikel Freunde des Terrors

In der vermeintlich propalästinensischen Szene hält sich die Freude über das mutmaßliche Ende des Israel-Gaza-Kriegs, vorsichtig gesagt, in Grenzen. Ausgerechnet am 7. Oktober, dem Jahrestag der Hamas-Massaker, bewies die Szene in Münster, Berlin und Frankfurt am Main eindrücklich, dass es ihr nie um eine Beendigung des Konflikts ging. Doch genießt sie mittlerweile nahezu Narrenfreiheit hierzulande.
Paul Scheerbart
2025/41 dschungel Das Leben des Erfinders, Architekturliebhabers und Schriftstellers Paul Scheerbart, der vor 110 Jahren starb

Jungle+ Artikel Dynamitgrüße vom Architekturenthusiasten

Der Schriftsteller Paul Scheerbart, der 1915 in Berlin starb, verfasste, wenn er sich nicht gerade betrank, ­phantastische Literatur. Zu den Freunden des Architekturliebhabers, Science-Fiction-Pioniers und ­Hobby-Erfinders gehörte Erich Mühsam, Walter Benjamin bewunderte ihn.
Asaf Levitin, Ron Segal, Andrea von Treuenfeld und Matthias Naumann (v. l.) am 30. September in der ­Hessischen Landesvertretung, Berlin
2025/41 Inland Israelis berichten über ihr Leben in Deutschland

Das bedrohte Zuhause

Berlin ist lange schon beliebt bei Israelis. Mittlerweile leben rund 20.000 in der Hauptstadt. Der 7. Oktober 2023 hat auch für sie vieles verändert. Bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft berichteten zwei von ihnen von ihren durchaus unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
Irma Sterns »Maid in Uniform« von 1955 in der Ausstellung im Brücke-Museum Berlin
2025/41 dschungel Wie eine Ausstellung über die Expressionistin Irma Stern die Künstlerin antirassistisch delegitimiert

Jungle+ Artikel Der Theoriemode geopfert

Die jüdische Malerin Irma Stern war eine wichtige Vertreterin des Expressionismus. In ihrer Heimat Südafrika ist sie weitaus bekannter als in Deutschland, dem Geburtsort ihrer Eltern, wo sie zeitweise lebte. Eine Ausstellung in Berlin widmet sich Stern nun unter identitätspolitischen Vorzeichen und verschleiert und verzerrt die Bio­graphie der Künstlerin.
Auf der Suche nach den Volksmassen. Die beiden Bundesvorsitzenden der Linkspartei, Ines Schwerdtner und Jan van Aken
2025/40 Inland Die Linkspartei beteiligte sich an einer antizionistischen Großdemonstration

Jungle+ Artikel Links gegen Israel: Die Masse machts

Bei der großen antiisraelischen Demonstration am Samstag in Berlin habe man endlich mal »die Mehrheitsmeinung« auf der eigenen Seite gewusst, jubelte Ines Schwerdtner, die Co-Vorsitzende der Linkspartei. Um das zu erreichen, verzichtete man im Demonstrationsaufruf darauf, die Hamas zu kritisieren.